Fast jedes zweite Wearable liegt in der Ecke

Presseinformation 8. August 2016

Fast die Hälfte der Menschen, die ein Fitnessarmband besitzen, benutzt es nicht oder nicht mehr. Das geht aus den Zahlen des diesjährigen DKV Reports „Wie gesund lebt Deutschland?“ hervor. Für den repräsentativen DKV Report befragten die Experten der GfK Nürnberg 2.830 Menschen in Deutschland. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule Köln.
   
„Für uns ist das ein deutlicher Hinweis: Die Menschen in Deutschland sehen mehrheitlich keinen Nutzen im Gebrauch der heutigen Wearables“, erklärt Clemens Muth, Vorstandsvorsitzender der DKV Deutsche Krankenversicherung. Gut sechs Prozent der Befragten im Report gaben an, dass sie ein Fitnessarmband besitzen. Diese Menschen sind eher jung, bewegen sich viel und fühlen sich überdurchschnittlich gesund. Drei von zehn Besitzern benutzen das Wearable aber nicht mehr, weitere 16 Prozent haben es bisher gar nicht genutzt. Damit verwendet nur gut die Hälfte der Besitzer von Fitnessarmbändern das Gerät. 89 Prozent der Befragten wollen sich kein Fitnessarmband kaufen und nur fünf Prozent der Befragten möchten sich in Zukunft gerne eines zulegen.

Der DKV Report hat auch untersucht, warum so viele Wearables in der Ecke landen. In erster Linie ist den Menschen die Nutzung zu anstrengend (19 Prozent) oder es ging ihnen auf die Nerven (18 Prozent). 15 Prozent fühlen sich von dem Armband nicht motiviert, 15 Prozent empfinden es als überflüssig, zwölf Prozent langweilt es. Bei den Gründen unterscheiden sich Männer und Frauen stark. Männer geben vor allem an, die Nutzung des Geräts sei zu anstrengend gewesen oder hätte sie nicht motiviert. Frauen dagegen sagen eher, sie hätten keine Zeit, das Gerät zu nutzen oder es sei verschwunden.
DKV: Wearables vor allem für den medizinischen Bereich

„Für gesunde Menschen mit nur durchschnittlichem sportlichen Ehrgeiz sind die heutigen Wearables aus Sicht der DKV auf Dauer nicht sehr spannend“, so Clemens Muth. Anders sehe es aber aus bei Menschen, denen zum Beispiel der Arzt die Überwachung bestimmter Körperfunktionen empfohlen hat oder die an einer chronischen Erkrankung leiden. Hier könnten Wearables in Zukunft gute Dienste leisten: „Wenn ein Armband in der Lage ist, Puls und Blutdruck verlässlich zu messen und automatisch zu übertragen, kann das das Leben von Patienten wirklich erleichtern.“ Voraussetzung sei aber, dass das Wearable medizinisch korrekte Messungen liefere.

Bei Wearables können auch Funktionen wie Bewegungsmesser oder Schrittzähler in bestimmten Lebensphasen interessant sein. „Wer etwa unter Übergewicht oder zu hohem Blutdruck leidet, dem kann ein Wearable im Rahmen einer Lebensstilumstellung sehr helfen“, erklärt Clemens Muth. Die DKV hat bereits erste gute Erfahrungen mit Wearables in Gesundheitsprogrammen gemacht. „Die Armbänder sollen eine Ergänzung sein für die persönliche Betreuung durch einen Coach“, so Muth.
Weitere Informationen zum DKV Report finden Sie unter www.ergo.com/dkv-report.

Der DKV-Report 2016 in Kürze:
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Ingo Froböse und Dr. Birgit Sperlich, Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln, www.zfg-koeln.de
CATI-Telefonbefragung
GfK Nürnberg
Zahl der Befragten
2.830
Befragungszeitraum
2.3. bis 1.4.2016
Publikation, Schaubilder, Fotos
DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“ 2016, 48 Seiten, PDF-Datei zum Download unter www.ergo.com/dkv-report
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